Gezielt hoch hinaus

Kletterpflanzen wachsen in den Frühjahrsmonaten besonders stark – vor allem, wohin sie wollen. Dadurch entsteht schnell ein kleiner Dschungel in Ihrem Garten. Greifen Sie lieber frühzeitig ein und bändigen Sie die „jungen Wilden“ mit Rankgerüsten oder Kletterhilfen.

Kletterpflanze ist nicht gleich Kletterpflanze

Auch unter diesen Pflanzen gibt es verschiedene Arten, deren Namen bereits verraten, auf „welche Art“ sie klettern.

Selbstklimmer

Dieser Wuchstyp kommt ganz ohne Rankgerüst aus und erklimmt mit seinen Haftwurzeln oder Haftscheiben von ganz alleine Wände. Die bekanntesten Vertreter sind der Efeu und der Wilde Wein. Auch wenn die meisten dieser Pflanzen keine „fremde Hilfe“ benötigen, ist es meist doch sinnvoll, Ihnen eine kleine „Starthilfe“ in Form eines Seilsystems zu spendieren.

Spreizklimmer

Diese Art, die bekanntesten sind sicher die Kletterrosen, entwickeln lange, biegsame Triebe und verhaken sich mit deren Stacheln überall dort, wo sie genügend Halt finden. Das kann dann schon mal kreuz und quer gehen. Um sie gezielt zu leiten, kommen waagerechte Drähte oder Stangen zum Einsatz.

Ranker

Diese Pflanzen, u. a. die allseits beliebten Clematis, schlängeln ihre beweglichen Fortsätze um Gegenstände herum und finden so Halt. Mit einem Rankgitter verhelfen Sie ihnen zu einem prächtigen und steuerbaren Wuchs.

Winder

Besser bekannt unter dem Namen „Schlingpflanze“ nutzen diese gern andere Pflanzen – meist aufstrebende Hölzer – um sich langsam, aber sicher nach oben zu winden. Verwenden Sie am besten stabile senkrecht stehende Kletterhilfen, um auch bei üppigem Wachstum nach Jahren noch ausreichend Halt zu bieten.

Die gängigsten Kletterhilfen

Auch wenn Ihrer Fantasie hier keine Grenzen gesetzt sind, so ist es doch ratsam, einige der bewährten „Helfer“ einzusetzen, damit der Erfolg nicht lange auf sich warten lässt.

Zierspaliere

Diese freistehenden Hilfen können Sie leicht selber herstellen. Für die handwerklich weniger Begabten tut es der Gang zum Baumarkt auch. Dort gibt es sie in vielen Ausführungen.

Mauerspaliere

Wie der Name schon sagt, befestigen Sie diese Kletterhilfen an Wänden – am besten mit Dübeln, damit das Ganze immer schön stabil bleibt. Achten Sie darauf, das Spalier mit gut 10 cm Abstand an die Mauer anzubringen, so schützen Sie trotz Kletterpflanze auch die dahinterliegende Fassade. Schon haben Sie die beste Grundlage für einen natürlich „Wandschmuck“ geschaffen.

Rankgerüste

Diese Kletterhilfen werden oft als blühender Sichtschutz verwendet – und sind je nach Geschmack aus Holz, Kunststoff oder Metall zu haben. Nach einer Weile sind sie durch die Kletterpflanzen vollkommen bedeckt und erwecken so den Eindruck, dass die Pflanzen selbst eine Mauer gebildet haben.

Kletterbögen

Holen Sie sich das Flair eines „englischen Gartens“ nach Hause. Denn diese Hilfen sind bereits seit Jahrhunderten äußerst beliebt zur Gartengestaltung – auch außerhalb der Britischen Inseln. Gerade als Eingangstor kommen sie besonders gut zur Geltung. Vorausgesetzt sie sind üppig mit z. B. Kletterosen besetzt.