06.02.2015

WOLF-Garten Gehölzpflege vom Boden aus – Die Leiter bleibt im Schuppen

Profis wissen: Baumpflege vom Boden aus ist die sicherere Variante. Arbeiten von einer Leiter aus birgt Risiken, Stürze aus größeren Höhen führen zu schweren Verletzungen. Auch Hobby-Gärtner sollten daran denken.


In die Baumkrone zu klettern ist meist gar nicht nötig. Sämtliche Aufgaben der Baumpflege lassen sich sicher und bequem vom Boden aus erledigen. Bis zu vier Meter Länge ausziehbare Vario-Stiele etwa lassen sich mit einer Baumschere und Seilsystemen kombinieren.

Selbst hoch gelegene Äste sind damit zu erreichen. Doch nicht nur die Sicherheit gilt es zu beachten. Die Spezialisten von WOLF-Garten geben Rat, wann was wie geschnitten werden sollte. Die beste Zeit für den Gehölzschnitt ist das späte Frühjahr, wichtig ist es, Sträucher und Bäume zielgerichtet zu bearbeiten.

Dabei muss nicht jedes Gehölz regelmäßig geschnitten werden, um gesund und kräftig zu bleiben. Viele Immergrüne und andere gut gewachsene Gehölze dürfen ruhig über längere Zeiträume unbeschnitten wachsen. Magnolien und Zaubernuss (Hamamelis) zum Beispiel kann zu häufi-ger Schnitt eher schaden als nutzen. Von besonderer Bedeutung ist scharfes Werkzeug, denn nur scharfe Schnitte können rasch heilen. In ausgefransten Verletzungen durch stumpfe Messer siedeln sich Krankheiten und Pilze an und schwächen die Pflanze. Der exakte Ansatz ist ebenso wichtig: Immer über einem gesunden Auge und beim Entfernen ganzer Äste stets knapp vor dem Astring ansetzen. Zehn goldene Regeln haben die Experten zusammen gestellt:

1. Bäume regelmäßig schneiden.
2. Nicht bei Temperaturen unter – 8 °C schneiden.
3. Nur einwandfreies, scharfes Werkzeug verwenden.
4. Das gesamte tote und kranke Holz sowie alle Mumienfrüchte (vertrocknete, von Pilz befallene Früchte) entfernen. Nach dem Schneiden an kranken Baumteilen das Werkzeug mit Spiritus desinfizieren.
5. Leichter Rückschnitt bewirkt geringen, starker Rückschnitt kräftigen Austrieb.
6. Angestrebte Kronenformen konsequent aufbauen und erhalten:

• Den schwächsten Leitast zuerst schneiden, die stärkeren daran ausrichten.
• Leitäste im richtigen Winkel zum Baum erziehen.
• Bei Apfel, Birne und Steinobst auf stark wachsender Unterlage sollten die Leitäste betont werden.

7. Fruchtäste und Fruchtholz immer den Leitästen unterordnen.
8. Stets für nachwachsendes, junges Fruchtholz sorgen und altes, abgetragenes Fruchtholz herausschneiden.
9. Kontrolle des Stammes und Wundbehandlungen.
10. Reaktion des Baumes auf den Schnitt beobachten und notieren. Die Erfahrungen beim nächsten Schnitt beachten.